Möglichkeiten der Begleitung und Versorgung von verkürzend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einfach erklärt!
Den Tag der Kinderhospizarbeit am 10.02. nimmt der Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V. zum Anlass, auf den Erklärfilm für Familien zur Hospizarbeit und Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen hinzuweisen.
Zugang zum Film:
www.youtube.com/watch?v=KQAdYrLheMA.
In Deutschland leben rund 100.000 junge Menschen mit lebensbedrohlichen und lebensverkürzenden Erkrankungen. „Den größten Teil ihrer Versorgung schultern ihre Familien. Es liegt in unserer Verantwortung, sie zu entlasten, wo es nur geht.“ So Anne Bayer, Mitglied des Vorstandes des Landesverbandes. „Doch würden viele Betroffene mit ihrem Umfeld das umfassende Unterstützungs-System leider noch nicht kennen. Der Film hilft, diese Informationslücke zu schließen. Mitfühlend, klar und verständlich“ so Anne Bayer.
Als Teil eines Projekts zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ entstand unter Leitung von Prof. Dr. Boris Zernikow am Kinderpalliativzentrum Datteln, Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/Herdecke, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dem Deutschen Kinderhospizverein, dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband, dem Bundesverband Kinderhospiz und der Deutschen KinderPalliativStiftung ein animierter Film, welcher verständlich und bildhaft über die unterschiedlichen Unterstützungsangebote aufklärt.
Anders als Erwachsene in der Hospiz- und Palliativversorgung leiden lebensbedrohlich kranke Kinder fast immer an seltenen Erkrankungen. Unterstützungsbedarfe der betroffenen Familien sind sehr vielfältig, komplex und treten zu unterschiedlichen Zeiten im Verlauf der Erkrankung auf. Hilfe für die Familien bieten die Kinderhospizarbeit und -palliativversorgung und zwar sowohl für die erkrankten Kinder und Jugendlichen als auch für ihre Eltern und Geschwister. Kinder- und Jugendhospize und ambulante Kinderhospizdienste, spezialisierte ambulante Kinderpalliativteams und Kinderpalliativstationen in Kinderkliniken unterstützen Familien mit einem schwer oder lebenslimitiert erkrankten Kind, wenn sie Entlastung, Aufklärung und Beratung, medizinisch-pflegerische Behandlung, Unterstützung bei der Entscheidungsfindung, emotionale Begleitung und psychosoziale Betreuung – auch noch in der Trauerphase – benötigen.
In Sachsen gibt es ein sehr gutes und flächendeckendes Angebot für lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachse mit 6 ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten, einem stationären Kinderhospiz, einem Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche sowie dem Sächsischen Kinderpalliativzentrum. Diese Angebote finden Sie hier.